Presseinformationen


                                                                                                                                                                                                                        Pressemitteilung vom 5. März 2020

Oswalt-Stiftung in das Goldene Buch der Stiftungen in Frankfurt am Main eingetragen
 

Am 3. März 2020 erfolgte die Eintragung der Oswalt-Stiftung – Institut für physikalische Grundlagen der Medizin – in das Goldene Buch der Stiftungen der Stadt Frankfurt.

Im Beisein der Vertreterinnen und Vertreter des Vorstands der Oswalt-Stiftung, des Max-Planck-Instituts für Biophysik und der Stadtverordnetenversamm-lung der Stadt Frankfurt am Main, begrüßte Dr. Bernd Heidenreich die Gäste des Festakts, darunter auch den Nobelpreisträger Prof. Dr. Hartmut Michel, Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysik.

Die Stadt Frankfurt erinnert mit dem Goldenen Buch an die große Stiftungstradition der Stadt und würdigt die hohe Dichte an Stiftungen in der Main-metropole. Es handelt sich sowohl um ein Erinnerungsbuch an die Wohltäter der Stadt als auch um einen Beleg für das bürgerschaftliche Engagement als unverzichtbarer Beitrag für die Gesellschaft.

Wie Prof. Dr. Ernst Bamberg, derzeitiger Vorstandsvorsitzender der Oswalt-Stiftung, betonte, ist für den Wissenschaftsstandort Frankfurt die Ehrung der Stiftung ein besonderer Anlass. Sie ist verbunden mit der Erinnerung an Friedrich Dessauer, Röntgenpionier und Visionär seiner Zeit, und an seine Förderer um Henry Oswalt. Die Oswalt-Stiftung, die im kommenden Jahr ihren 100sten Geburtstag begeht, ist eine aktive Stiftung im Bereich der Grundlagenforschung, die die Basis für neue Anwendungen in der Medizin bildet – ganz im Sinn des ursprünglichen Stiftungszwecks.

Insbesondere die Enkel des Stifters, Hellmut und Reinhard Oswalt, sowie der Urenkel, Prof. Dr. Vadim Oswalt, freuten sich über die Anerkennung des Wirkens von Henry Oswalt.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung im Limpurgsaal des Frankfurter Römers sorgte virtuos Sören von Bülow, Doktorand am Max-Planck-Institut für Biophysik, an einem eigens von der Carl-Bechstein-Stiftung für diesen Anlass zur Verfügung gestellten Konzertflügel.

Im kommenden Jahr, am 4. März 2021, wird die Oswalt-Stiftung ihr 100-jähriges Bestehen mit der Verleihung des ersten Frankfurter Biophysikpreises begehen.

 


Pressemitteilung vom 20. Februar 2020

In einer Feierstunde wird die OSWALT- STIFTUNG am Dienstag, dem 3. März 2020, im Frankfurter Römer (Limpurg-Saal, Beginn 11.00 Uhr) in das

Goldene Buch der Stiftungen in Frankfurt am Main

eingetragen. Die Oswalt Stiftung zählt zu den ältesten Frankfurter Wissenschafts-Stiftungen.

In der Stiftungspräambel von 1921 heißt es: „Seit zwei Jahrzehnten haben der nunmehr an die Frankfurter Universität berufene Dr. phil. nat. Friedrich Dessauer und seine Mitarbeiter Forschungsarbeit auf dem Gebiete der physikalischen Grundlagen der Medizin aus eigenem Antrieb geleistet. Diese Arbeit hat zu dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Stand des genannten Gebietes wesentlich beigetragen, und in ihrer praktischen Wirkung sind insbesondere die Grundlagen für die Bestrahlung des Krebses und anderer tiefliegender Erkrankungen mit Röntgenstrahlen aus ihr hervorgegangen. Die hohe wissenschaftliche und praktische Bedeutung dieser Arbeiten erheischt ihre dauernde Unterstützung. Deshalb errichte ich, unterzeichneter Rechtsanwalt und Geheimer Justizrat Dr. Henry Oswalt [Mitinhaber des Bankhauses Hauck & Sohn], zu Frankfurt am Main., für Rechnung einer Mehrheit von Freunden der angewandten Wissenschaft, die hierzu Mittel geliefert haben, eine Stiftung für die Forschung, Sicherung und Erweiterung der mehrerwähnten Forschungsarbeiten, indem ich gleichzeitig für mich und meine Erben auf den Widerruf des Stiftungsgeschäftes verzichtete.“

Mit den Mitteln der Oswalt-Stiftung waren Friedrich Dessauer (1881-1963) und später Boris Rajewsky (1893-1974) die Wege geebnet worden, an den Schnittstellen zwischen Physik, Biologie, Ingenieurwissenschaften und Medizin, Grundlagenforschung und deren Anwendung zu betreiben. Das zunächst an der Universität Frankfurt angesiedelte Institut für physikalische Grundlagen der Medizin ging 1937 als Institut für Biophysik in die damalige Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ein, der Vorgängerorganisation der heutigen Max-Planck-Gesellschaft.

Die von Henry Oswalt (1849-1934) mit Freunden der angewandten Wissenschaften aus der Frankfurter Bürgerschaft gegründete Stiftung ist die Keimzelle des heutigen in Frankfurt am Main ansässigen Max-Planck-Instituts für Biophysik und hat den Grundstock für die herausragende Stellung Frankfurts in der Biophysik geschaffen.

In den Kriegswirren sind leider viele wertvolle Dokumente der Institutsarbeit verloren gegangen. Das Besuchs-Album des Instituts für physikalische Grundlagen der Medizin ist jedoch erhalten geblieben. Es beginnt mit dem Eintrag des damaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Georg Voigt 1920 und gibt Zeugnis über eine große Anzahl bedeutender Persönlichkeiten, ein echtes Who-is-Who der Wissenschaftler, die sich im wahrsten Sinne des Wortes die Klinke in die Hand gaben, um in Frankfurt die neuesten Erkenntnisse in der Strahlentherapie kennen zu lernen. Ein Faksimile des Besucher-Albums liegt während der Feier zur Einsicht aus.

Das Max-Planck-Institut für Biophysik betreibt heute wie damals Grundlagenforschung, die weltweite Anerkennung genießt. Ein Ausdruck dafür sind die hohen Auszeichnungen für die Wissenschaftler des Instituts. Insbesondere sind der Nobelpreis für Chemie an Hartmut Michel zu erwähnen und der Rumford Prize of the American Academy of Arts and Sciences, der an den derzeitigen Vorsitzenden des Vorstands der Oswalt-Stiftung, Ernst Bamberg, verliehen wurde.

Die Oswalt Stiftung fördert noch heute die wissenschaftlich-technische Aus- und Fortbildung, die Ausbildung junger Wissenschaftler*innen sowie eine Reihe wissenschaftlicher Veranstaltungen, wie das jährlich stattfindende Oswalt-Kolloquium im Institut.

Sie sind herzlich eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen und darüber zu berichten.

Sollten Sie noch weitere Informationen benötigen, so stehen Ihnen dazu zur Verfügung:

Prof. Dr. Ernst Bamberg (Wissenschaft)
Telefon: 069 6303-2000/2001
Mail: ernst.bamberg@biophys.mpg.de

Ralf Götz (Projektmanagement)
Telefon: 0171 54 23 793
Mail: ralf.goetz@oswalt-stiftung.de

Kontaktieren Sie uns

(06032) 7842262‬

biophysik@oswalt-stiftung.de

60438 Frankfurt am Main, Max-von-Laue-Str. 3

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